Wofür bin ich dankbar?

Eine der besten Möglichkeiten, wie man jeden Augenblick seines Lebens zu einem ganz besonderen macht, besteht darin, seine Dankbarkeit für die Wunder unseres Lebens auszudrücken. Ich glaube, das Leben liebt dankbare Menschen. Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass ich desto mehr Gutes bekomme, je dankbarer ich bin.

Betende Hände - zum Vergrößern bitte anklickenOder sehe ich all die Menschen, Orte und Erfahrungen, die das Leben so lebenswert machen, einfach nur besser, weil ich mich für Dankbarkeit entschieden habe und mich deshalb mehr mit den guten Dingen des Lebens befasse? Weil ich die vielen kleinen und großen Geschenke des Lebens wirklich zu schätzen weiß?

Wie auch immer, je dankbarer ich für alles in meinem Leben bin, desto mehr Anlässe für tief empfundene Dankbarkeit finde ich. Bei näherer Betrachtung gibt es eine endlose Vielfalt von Dingen, für die ich enorm dankbar sein kann. Wenn ich nur ein wenig darüber nachdenke, finde ich tausende, Millionen, ja Milliarden Gründe, Danke zu sagen. Ich will hier einige davon aufzählen, kunterbunt; so, wie sie mir gerade in den Sinn kommen.

  • Ich bin dankbar dafür, dass ich diese Seiten schreiben darf.
  • Ich bin dankbar, dass ich leben darf.
  • Ich bin dankbar, dass ich Eltern habe, die mir dieses wundervolle und erstaunliche Leben schenkten; Eltern, die mir das harmonische und behagliche Zuhause schufen, in dem ich so behütet aufwachsen konnte; Eltern, mit denen ich so viele herrliche und unbeschwerte Jahre teilen durfte; Eltern, die für sich selbst auf vieles verzichteten, stets ihr Bestes gaben und immer Zeit für mich hatten; Eltern, die mich Werte wie Genügsamkeit, Ehrlichkeit, Harmonie, Zuverlässigkeit, Einfachheit, Zufriedenheit, Unabhängigkeit, die Freude an all den großen und kleinen Wundern dieses zauberhaften Planeten und das Verständnis für alles Schöne lehrten; Eltern, die mich nie überforderten, die mir den Weg ebneten und mir immer und immer wieder auf die Beine halfen, wenn ich trotzdem stolperte.

  • Ich bin dankbar, dass Ulrike ihr Leben mit mir teilt und ich von ihr lernen darf, was »Liebe« wirklich bedeutet. Sie ist und bleibt die Nummer 1. Es ist an jedem Morgen wieder schön, neben ihr aufzuwachen.
  • Ich bin dankbar, dass ich in L. eine Freundin und Schwiegermutter gefunden habe, wie ich sie mir besser nie hätte wünschen können. Wer hat schon so ein Glück?
  • Ich bin dankbar, dass ich so nette Kolleginnen und Kollegen habe und immer mehr lerne, ihnen auch persönlich näher zu kommen. Jede und jeder von ihnen kann mir unheimlich viel beibringen und bereichert mein Leben mehr als ich heute schon wissen kann.
  • Ich bin dankbar, dass mir auch heute wieder ein Tag geschenkt wurde.
  • Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt – Menschen, die helfen; Menschen, die mich mögen; Menschen, die lieb zu mir sind; Menschen, die mir Gutes wünschen; Menschen, an die ich gerne denke.
  • Ich bin dankbar, dass es Wolken gibt, die ein wunderbares Mosaik an den Himmel malen, die Regen bringen, die die Felder benetzen, die den Wald wachsen lassen und die Wiesen zum Blühen bringen. Und ich bin dankbar, dass ich weiß, dass hinter diesen Wolken immer die Sonne scheint.
  • Ich bin dankbar, dass ich lesen kann und schreiben und rechnen und viele andere hilfreiche Dinge mehr.
  • Ich bin dankbar, dass es das kleine Gänseblümchen gibt, niedlich und nett, einfach und bescheiden, unaufdringlich und doch nicht zu übersehen.
  • Ich bin dankbar, dass es die Sonne gibt und den Mond und den Großen Bären und die Milchstraße und die Millionen und Abermillionen anderen Sterne am nächtlichen Firmament.
  • Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die nett sind, freundlich und zuvorkommend und auch liebenswert und liebevoll.
  • Ich bin dankbar, dass es Vögel gibt, die ihre Nester bauen und singen und Junge aufziehen und sie das Fliegen lehren.
  • Ich bin dankbar, dass ich mir so vieles wünschen kann – vieles, das auch noch schön bleibt, wenn ich es nicht bekomme.
  • Ich bin dankbar, dass ich hier in www.leben-lernen-lieben.de so viele große Geister zitieren darf, deren Worte so viel zu meinem Verständnis und Wachstum beigetragen haben.
  • Ich bin dankbar, dass ich mit anderen Menschen Gedanken austauschen kann; dass ich spüre, dass ich verstanden werde; dass ich im Miteinander immer ehrfurchtsvoller und toleranter werde.
  • Ich bin dankbar, dass Raupen sich in Schmetterlinge verwandeln, dass Schmetterlinge so herrlich aussehen, dass sie niemandem wehtun und viele Menschen mit Freude und Sonnenschein erfüllen.
  • Ich bin dankbar, dass die Menschen so viele nützliche Dinge geschaffen haben – und immer noch dabei sind, neue zu schaffen und neue zu erfinden – immer wieder neue, immer wieder überraschende, immer wieder solche, die allen Menschen dienen.
  • Ich bin dankbar, dass es Milliarden von Grashalmen gibt, Milliarden und Abermilliarden rings um die Welt; Grashalme, denen kein anderer gleicht; jeder ein Original, frisch aus der Werkstatt des Lebens.
  • Ich bin dankbar, dass ich auf der Welt ständig etwas Neues entdecken kann, Neues und Niegesehenes, Neues und Abenteuerliches, Neues und Wunderbares, Neues und Faszinierendes.
  • Ich bin dankbar, dass es Seen gibt, in denen ich schwimmen kann; Flüsse, die meinen Weg begleiten; Meere, aus denen alles Leben kam und Brunnen, die nie versiegen und dass mich meine Wasserleitung selten im Stich lässt.
  • Ich bin dankbar, dass es schöne Menschen gibt, Menschen, die Schönheit ausstrahlen, weil sie voller Güte sind.
  • Ich bin dankbar, dass immer noch ein paar Geheimnisse übrigbleiben.
  • Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die Bücher schreiben, die ihre Ideen mit anderen teilen, die es verstehen, andere zu begeistern und für das Gute zu gewinnen.
  • Ich bin dankbar, dass die Amsel singt, dass die Lerche trillert und der Specht so schön hämmert und der Kuckuck so ulkig ruft.
  • Ich bin dankbar, dass es so viele Bäume gibt – Kirschbäume, Kastanienbäume, Apfelbäume, Birnbäume, Nussbäume, Zwetschgenbäume, Eichen und Buchen, Pappeln und Espen, Kiefern und Fichten, Ahorn und Weiden.
  • Ich bin dankbar, dass ich etwas zum Anziehen habe; Kleider, die mich schützen und wärmen; Kleider, die meine Persönlichkeit widerspiegeln und die mich schmücken.
  • Ich bin dankbar, dass es Steine gibt – Steine zum Bauen, Steine, die glitzern und glänzen, die ich gerne aufhebe, die schön sind, und andere, die man Künstlern überlässt, damit sie ihre Werke einmeißeln, ihre Ideen verewigen.
  • Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die andere aufmuntern und ermutigen; Menschen, die ihre Erfahrungen weitergeben.
  • Ich bin dankbar, dass es so viele leckere Obstsorten gibt – Äpfel und Bananen, Weintrauben und Orangen, Kiwis und Stachelbeeren, Kirschen und Pflaumen, Melonen und Pfirsiche, Zitronen und Feigen.
  • Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die Spaß verstehen und auch mal über sich selber lachen, weil sie wissen, es tut den anderen gut.
  • Ich bin dankbar, dass es Edelsteine gibt – glitzernde Opale, funkelnde Diamanten, schimmernde Rubine, leuchtenden Bernstein.
  • Ich bin dankbar, dass ich genug zum Essen habe und mit anderen, die weniger haben als ich, meinen Reichtum teilen kann. Ist es nicht herrlich, in einem Land der Fülle zu leben?
  • Ich bin dankbar, dass es wertvolle Metalle gibt – Gold und Silber, Eisen und Blei, Zink und Kupfer.
  • Ich bin dankbar, dass es nicht nur Blumen gibt und Sträucher, sondern auch Dornen, die die Pflanzen schützen.
  • Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die sich verstehen, die einander mögen, die gut zueinander sind, die zusammenhalten – besonders in schweren Tagen.
  • Ich bin dankbar, dass es den Tag und die Nacht gibt; dass ich immer wieder ausruhen darf; dass ich nach der nächtlichen Ruhe wieder frisch und wie neugeboren aufwache.
  • Ich bin dankbar, dass es Rosen gibt – rote und gelbe, große und kleine, frühe und späte.
  • Ich bin dankbar, dass überall Menschen zu Hause sind – auch dort, wo ich als Fremder hinkomme.
  • Ich bin dankbar, dass ich im Winter heizen kann und es warm und kuschelig habe, wenn es draußen bitterkalt ist.
  • Ich bin dankbar, dass ich träumen kann – auch tagsüber und bis hin zu den fernsten Sternen.
  • Ich bin dankbar, dass mein Leben so voller Wunder, voller Kostbarkeiten, voller Überraschungen ist.
  • Ich bin dankbar, dass es so viele schmackhafte Gemüsesorten gibt – Brokkoli und Blumenkohl, Karotten und Bohnen, Tomaten und Gurken, Paprika und Zucchini, Spinat und Rosenkohl.
  • Ich bin dankbar, dass es Pferde gibt und Hunde und Katzen und Kanarienvögel und Kaninchen und weiße Mäuse und Igel und Tauben und Meisen und Lerchen und Nachtigallen und Kuckucke und Finken und Zaunkönige und Spechte und Rehe und Hasen und Wildschweine und Füchse und Delfine und Tausende und Abertausende anderer Tiere.
  • Ich bin dankbar, dass es Bücher gibt wie Die Möwe Jonathan, Der Kleine Prinz, Momo, Der Weg ins Glück und die Bibel; Bücher, die zu lesen lohnt und die ich gerne als Geschenke an Freunde weitergebe.
  • Ich bin dankbar, dass ich Freunde habe, denen ich etwas bedeute; Freunde, die bereit sind, mir zu vergeben, und mich so annehmen, wie ich bin.
  • Ich bin dankbar, dass die Gebrüder Grimm so viele Märchen gesammelt haben; dass es in allen Völkern Märchen gibt; dass auch heute immer wieder neue Märchen geträumt werden.
  • Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die so herzhaft lachen können, dass sie andere mit ihrem Lachen anstecken und sie mitreißen zum Froh- und Herzlichsein.
  • Ich bin dankbar, dass es Sprachen gibt, womit sich die Menschen verständigen können.
  • Ich bin dankbar, dass es mich gibt und dass es dich gibt und dass es euch gibt – dass jeder von uns so ist, wie er ist, ein Original; jeder auf seine Weise einmalig und unauswechselbar und unersetzbar.
  • Ich bin dankbar, dass es Möwen gibt, die »sprechen« können, die sich unterhalten, als seien sie Menschen – und die Menschen Tiefsinniges und Bedenkliches denken lassen.
  • Ich bin dankbar, dass es Denker und Dichter gibt und hervorragende Philosophen und erstklassige Maler und großartige Musiker und geschickte Handwerker und erfahrene Staatsmänner und weise Greise.
  • Ich bin dankbar, dass wir langsam erkennen, dass auch Frauen denken und dichten, philosophieren, malen und musizieren, ein Handwerk beherrschen und Politik machen können und oft weiser sind, als Männer es sich träumen lassen.
  • Ich bin dankbar, dass ich an heißen Tagen ins Wasser springen kann – und mich wohl fühle, jung und frisch wie am ersten Tag.
  • Ich bin dankbar, dass es so gesundes Getreide gibt – Hirse und Reis, Weizen und Roggen, Gerste und Hafer, Dinkel und Grünkern.
  • Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die den Kleinen Prinzen nicht nur gelesen haben, sondern wissen, dass es Not tut, ähnlich wie er zu denken: dass man das Wesentliche mit dem Herzen sieht.
  • Ich bin dankbar, dass ich immer alles habe, was ich wirklich brauche.
  • Ich bin dankbar, dass die ganz Schlauen und die ganz Gescheiten mitunter zugeben müssen, dass auch sie Fehler machen und nicht alles verstehen.
  • Ich bin dankbar, dass jemand die Post erfunden hat und die Möglichkeit, Briefe und Karten zu schicken.
  • Ich bin dankbar, dass die Natur sich immer wieder zu helfen weiß und eine harmonische Balance schafft zwischen Tieren und Pflanzen.
  • Ich bin dankbar, dass ich ein Lied vor mich hinsummen, pfeifen oder eines singen kann.
  • Ich bin dankbar, dass ich einen wachen Geist und eine empfindsame Seele habe.
  • Ich bin dankbar, dass ich einen gesunden Körper habe – Augen, mit denen ich so viel Schönes sehe; Ohren, mit denen ich so viel Lehrreiches und Wohlklingendes höre; eine Nase, mit der ich so viele angenehme Düfte rieche; einen Mund, mit dem ich so viele aufbauende Worte spreche; Hände, mit denen ich so viel berühren und schaffen darf; Beine, mit denen ich durch diese herrliche Welt gehen kann.
  • Ich bin dankbar, dass ich eine Kerze anzünden kann, wenn es draußen dunkel wird. Kerzenlicht wärmt nicht nur die Hände, sondern auch innerlich. Kerzenlicht ist Symbol für Freude, Helle, Stille, Besinnung und Geborgenheit.
  • Ich bin dankbar, dass es unzählig viele Farben gibt, Farben, in allen Schattierungen und Nuancen, in allen Abstufungen: helle und dunkle, warme und knallige, leuchtende und dezente.
  • Ich bin dankbar, dass ich mich an allem Schönen und Guten, das mir begegnet, freuen kann.
  • Ich bin dankbar, dass es auch Zeiten gibt, in denen ich mich ausruhe, mich am süßen Nichtstun erfreue, und Schäfchenwolken zähle und gern kleinen Kindern zuschaue.
  • Ich bin dankbar, dass ich auch mit sehr wenig auskommen kann, mit viel weniger, als ich glaubte – mit etwas Wasser, einem Apfel, ein paar Rosinen und einem Plätzchen Erde, wo ich mein müdes Haupt hinlegen kann.
  • Ich bin dankbar, dass es Leben gibt auf dieser Erde, Leben in vielen Formen und unterschiedlichen Arten.
  • Ich bin dankbar, dass ich Zeit habe – Zeit für das, was ich wirklich tun will: Zeit für das Leben und für die Liebe, Zeit für das Glück und die Freude, Zeit zum Spielen und Genießen, Zeit zum Lesen und Träumen, Zeit für ein Lachen und ein paar freundliche Worte, Zeit zum Schreiben, Wandern, Musik hören und Bilder malen, Zeit gesund zu bleiben, Zeit für Freunde, Zeit zum Verweilen, Schauen und Staunen, Zeit zum Wachsen und um zu mir selbst zu finden, Zeit zum Zufriedensein und natürlich Zeit dafür, dankbar zu sein.
  • Ich bin dankbar, dass ich in einem freien Land lebe, in dem ich denken darf, was ich will und sagen, was ich denke.
  • Ich bin dankbar, dass ich ein Dach über dem Kopf habe, das mich beherbergt.
  • Ich bin dankbar, dass ich so viel lernen darf und dass es immer wieder Prüfungen gibt, an denen ich wachse.
  • Ich bin dankbar für alles, was mir in meinem Leben schon Freude bereitet hat – große und kleine Freuden, einmalig, mehrmals oder immer wieder aufs Neue.
  • Ich bin dankbar für das, was ich erlebt und erfahren habe, und ich bin neugierig auf das, was kommen wird.
  • Ich bin dankbar, dass ich immer wieder Neues entdecke, wofür ich danken kann und worüber ich mich freuen darf.

All das, und noch viel, viel mehr existiert in Hülle und Fülle und verleiht meinem Leben in höchstem Maß Schönheit und Freude. Ja, ich führe ein wundervolles Leben. Und dieses Leben ist etwas so Großes und etwas so Wunderbares, dass es für mich Anlass zu immerwährender Dankbarkeit ist. Deshalb sage ich Danke für alles, was ich habe, für alles, was ich bekomme, und für alles, was ich bekommen werde.

Ich bin der festen Überzeugung, dass Joseph Freiherr von Eichendorff das Wort Danke meinte, als er sagte: »Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort – und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort.« Ich stelle auch immer wieder erfreut fest, dass es gerade die Dankbarkeit ist, durch die ich das Allerbeste anziehe. Je mehr ich sehe, wie reich ich bin, desto reicher werde ich. Ich öffne die Augen, schaue mich um und erkenne, wie gesegnet ich bin. Ein überwältigendes Gefühl der Liebe und Dankbarkeit erfüllt mich und das ganze Leben und alles im Leben bekommt eine neue und tiefere Bedeutung. Die Menschen um mich herum bedeuten mir mehr, weil mein Herz mit Liebe zu ihnen erfüllt ist und ich mehr Verständnis für sie und Toleranz ihnen gegenüber habe. Ich bin dankbar für sie, für ihre Liebe und die Gemeinschaft mit ihnen, einfach dafür, dass sie sie selbst sind. Meine Augen sind offen für all die Schönheit und Harmonie um mich her, für die Wunder der Natur.

Je dankbarer ich bin, desto offener bin ich für all die wunderbaren Geschehnisse, die der Tag bringen kann. Ich nehme einfach alles mit vollem und dankbarem Herzen an und drücke meine Liebe und Anerkennung für alles aus, womit ich überschüttet werde. Die Dankbarkeit hilft so, mein Herz und meinen Geist offen zu halten; sie hilft mir, mein Bewusstsein ständig zu erweitern.

Jeden Morgen danke ich dem Leben, dass ich leben darf, ich sage Danke für den neuen Tag, der vor mir liegt. Ich glaube, die größte Kraft des Lebens ist die Dankbarkeit. Denn wenn es mir hin und wieder auch weniger gut geht und die Dinge sich vielleicht nicht so optimal entwickeln, wie ich es mir wünsche: Immer werde ich etwas finden, an das ich mich halten, an dem ich mich aufrichten und freuen kann – etwas, wofür ich danken kann.

Wie sagte doch einmal einer meiner Freunde so treffend: »Danke ist der schönste Gedanke.« Ja, jedes Denken sollte zum Danken führen. Ich kann mich gar nicht oft genug bedanken, denn Dankbarkeit muss wie Liebe täglich erneuert werden. Deshalb versuche ich, eine Dankbarkeit so oft wie möglich zu zeigen. Welches Geschenk ist leichter und notwendiger als ein Dankeschön, ausgedrückt mit einem Lächeln oder einem Tanzschritt, einem Lied oder einfach mit Glücklichsein?

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10 Kommentare zu „Wofür bin ich dankbar?“

  • Bonafilia sagt:

    Danke sagen ist ganz leicht wenn es einem gut geht, wenn alles stimmt und stimmig miteinander ist. 
    Doch wie soll ich Danke sagen wenn mir Schlechtes widerfährt und es Menschen mit mir nicht so gut meinen, ich aber ihnen durch meine freundliche stets nette Art nur Gutes wollte. Manche Menschen nehmen einem das Danke einfach weg….quetschen es aus bis aufs letzte und werfen meine Dankbarkeit, Liebe , Freude einfach in den Dreck!
    NEIN, diese Woche kann ich nicht Danke sagen…diese Woche bin ich gekränkt von einem Teil meines Lebens und muss mich umso mehr auf die Menschen konzentrieren denen ich wirklich Dankbar sein kann. Die meine Liebe verdient haben , meine Aufmerksamkeit. Diese Woche stehe ich morgens öfters auf und denke mir warum bin ich eigentlich so naiv und lieb und freundlich wenns es mir doch nur Schaden bringt! Um beruflich voran zu kommen muss ich dann doch ein Schlitzohr sein und andere hinters Licht führen…… *rotwerd*…doch das bin nicht ICH! So lebe ich mit einer Verletzung mehr und versuche abzuschließen mit einer Enttäuschung mehr!
     
    DANKE für deine schönen Worte…auch ich bin dankbar wenn nicht allem gegenüber!
    Liebe Grüße Bonafilia

  • Jürgen sagt:

    Liebe Bonafilia,

    was Du da sagst, kann ich sehr gut verstehen. In letzter Zeit ist ja wirklich viel auf Dich eingestürmt. Und was Dein Chef da mit Dir gemacht hat, musst Du sicher erst einmal verdauen. Doch letzlich hat alles einen Sinn, auch wenn wir ihn oft nicht gleich erkennen. Manche Dinge verstehen wir erst nach und nach. Deine Freundin E. wird Dir sicher dabei helfen, auch aus diesem Tal wieder herauszufinden und den nächsten Gipfel zu besteigen. Fit genug dafür bist Du ja ;-)

    Aus allem, was Du in Deinem Blog veröffentlichst – den ich schon seit ein paar Monaten abonniere -, spricht so viel Liebe. Und dass Deine Freundlichkeit manchmal mit Füßen getreten wird, heißt nicht, dass Du nicht vollkommen in Ordnung wärst, so, wie Du bist. Was andere tun, ist deren Angelegenheit, und sie müssen auch die Folgen tragen. Du bist nur verantwortlich für das, was Du tust. Und ich bin sicher, dass Du mit Deiner lieben, netten und freundlichen Art auf dem besten Weg bist, WAHREN Erfolg im Beruf und im Privatleben zu haben – was immer Du unter Erfolg verstehst. Was langfristig mit den »Schlitzohren« passiert, können wir ja gerade Tag für Tag in den Medien verfolgen.

    Sicher ist es einfacher, Danke zu sagen, wenn alles glatt läuft. Doch vielleicht sind gerade die Herausforderungen im Leben die wahren Geschenke, an denen wir wachsen. Vielleicht brauchst Du gerade sie, um wirklich voranzukommen, wie Du es Dir wünscht. Was ich damit meine, möchte ich mit einer kleinen Geschichte verdeutlichen:

    Der Bauer und Gott

    Eines Tages kam ein alter Bauer zu Gott und sagte zu ihm: »Schau, du magst Gott sein, und du magst die Welt erschaffen haben, aber eines muss ich dir sagen: Ein Bauer bist du nicht. Du kennst nicht mal das ABC des Ackerbaus. Da kannst du noch einiges lernen.«

    Gott sagte: »Was ist dein Rat?« Der Bauer antwortete: »Gib mir ein Jahr Zeit und lass die Dinge so geschehen, wie ich es sage, und warte ab, was passiert. Es wird keine Armut mehr geben!«

    Gott willigte ein, und so bekam der Bauer ein Jahr. Natürlich bestellte er nur das Feinste, dachte er nur an das Beste: keinen Donner, kein starker Wind, keine Gefahren für die Ernte. Alles angenehm, behaglich – und er war sehr froh. Der Weizen wuchs sehr hoch! Wenn er Sonne haben wollte, schien die Sonne; wenn er Regen wollte, gab es Regen, so viel und solange er nur wollte. In diesem Jahr lief alles richtig. Der Weizen wuchs so hoch wie noch nie.

    Der Bauer ging oft zu Gott und sagte: »Schau! Diesmal wird die Ernte so ausfallen, dass es für zehn Jahre – selbst wenn die Leute nicht mehr arbeiten – genug zu essen geben wird!«

    Aber als die Ähren eingefahren wurden, war kein Weizen darin. Der Bauer war überrascht. Er fragte Gott: »Was ist passiert? Was ist schief gegangen?«

    Gott antwortete: »Weil es keine Herausforderung gab, weil kein Konflikt da war, keine Reibung, weil du alles vermieden hast, was schlecht ist, deshalb blieb der Weizen unfruchtbar. Ein bisschen Auseinandersetzung gehört dazu. Stürme gehören dazu und auch Donner und Blitze sind nötig. Sie erst rütteln die Seele wach.«

    Ja, liebe Bonafilia, auch das gehört zur Dankbarkeit! Dankbar und in der Lage zu sein, diese Verhältnisse auszuhalten, die durch die Höhen und Tiefen des Lebens zustande kommen. Ich gebe zu, das ist der schwierigste Teil der Dankbarkeit, aber er ist auch wichtig. Nur durch diese Erfahrungen, werden wir immer ein Stückchen klüger, weiser und erfahrener und das wiederum ist Grund genug, dankbar zu sein.

    »Was ist das Geheimnis des Glücks?«
    »Das Geheimnis des Glücks ist ein gutes Urteilsvermögen.«
    »Und wie bekomme ich ein gutes Urteilsvermögen?«
    »Durch Erfahrung.«
    »Ja«, erwiderte der Mann »aber wie erlange ich Erfahrung?«
    »Durch ein schlechtes Urteilsvermögen.« war die Antwort.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir noch sehr viele Erfahrungen in Deinem Leben – angenehme und weniger angenehme. Aus allen wirst Du etwas lernen!

    Liebe Grüße,
    Jürgen

  • Bonafilia sagt:

    Danke lieber Jürgen,
    deine Geschichte mit dem Bauern hab ich verstanden. Ich weiß das es immer wieder Stürme geben muss um das seichte Wasser zu lieben. Alles hat seinen Grund, Zufälle gibt es nicht…..ich werde den Kopf wieder hoch halten und nach vorne schauen, abschließen mit dem was war und warten was kommen mag. Jedoch nicht ohne mit anzupacken.
    Ich wünsche dir viel Spaß mit deinem Blog. Ich freue mich schon auf viele positive aufmunterne Berichte ….
    In Dankbarkeit
    Bonafilia *lächelt*
     

  • Jürgen sagt:

    Liebe Bonafilia,

    Du sagst es: Verzeihen, aufstehen, weitergehen – und vor allem: SELBST ETWAS TUN!

    Ich bin sehr froh, dass ich Dir ein wenig helfen konnte.

    Schönen Sonntag,
    Jürgen

  • Ich mache es ganz kurz: Lieber Jürgen ich bin einfach nur dankbar, dass ich so einen besonderen Menschen wie Dich kennenlernen durfte.
    Deine Homepage hat schon jahrelang mein Leben bereichert, doch mit dir in persönlichen Kontakt zu stehen macht das ganze noch viel schöner danke.

  • Jürgen sagt:

    Was soll ich darauf sagen, lieber Helmut? DANKE!

  • Auch ich sage Danke für die wunderbaren Ausführungen.
    Leider ist uns oftmals die Fähigkeit abhanden gekommen, immer sofort das Gute am Schlechten zu erkennen. Das ergeht mir auch oft so und es ist manchmal auch sehr schwer.
    Selbst der ärgste Widersacher ist ein Trainer in unserem Leben, durch den wir lernen dürfen, mit unliebsamen Situationen fertig zu werden. Wir sind ja nicht auf diesem Globus, damit es uns nur gut geht und alles von alleine läuft.
    Wir sind hier, um uns weiter zu entwickeln, und das geht nur über Herausforderungen.
    Deshalb danke ich jedem, der mich herausfordert, mein Handeln zu überdenken und mich auf neue Situationen einzustellen.
    Danke
     

  • Jürgen sagt:

    Hallo, lieber Jürgen!

    Ich heiße Dich hier auf meinem Blog willkommen.

    Danke für Deinen Beitrag. Es stellt auch für mich immer wieder die größte Herausforderung dar, meine Erkenntnisse auch dann noch konsequent zu leben, wenn die Dinge so ganz anders laufen, als ich es mir gewünscht hätte, oder die Menschen ganz anders ticken, als ich es mir vorstelle. Doch wir sind ja hier zum Lernen und Üben. Wären wir bereits perfekt, hätten wir uns wahrscheinlich einen anderen Spielplatz ausgesucht, und nicht gerade diesen merkwürdig schönen und faszinierenden Planeten Erde.

    Deinen Newsletter habe ich gerade abonniert und bin schon gespannt auf das erste Erfolgs-Zitat.

    Ich wünsche Dir ein schönes und erfolgreiches Wochenende,
    Jürgen

  • Auf ein kleines Geschenk darf das Auge so mit Freude sehen, wie du selbst der Sonne für den Schatten dankbar sein sollst.
    Deutsches Sprichwort

    danke für die wundervollen Beispiele der Dankbarkeit … alles Liebe Namaste Reinhold

  • Jürgen sagt:

    Lieber Reinhold,

    schön, dass Du Dich mal wieder hier zu Wort meldest. Auch Dir alles Liebe und weiterhin viel Erfolg mit Deinem wunderbaren Buch. Klara hat mir schon viel Freude gemacht, auch wenn ich noch nicht ganz am Ende ihrer Geschichte angekommen bin.

    Ich wünsche Dir eine schöne Advents- und Weihnachtszeit,
    Jürgen

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