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Geschichte: Gestern – heute – morgen

Der Weg ins Glück - Foto: Jürgen Tesch - leben-lernen-lieben.de

Seit dem 6. Januar (Dreikönigstag) bin ich nun wieder online, und genau so lange gibt es die Möglichkeit, Dich in meinen neuen Newsletter einzutragen. In diesen wenigen Tagen konnte ich der Liste regelrecht beim Wachsen zusehen und habe mich riesig über die vielen treuen und neu hinzugekommenen Leser gefreut. Viele kennen den Kurs noch vom vergangenen Jahr und wollen doch wieder mit dabei sein. Das nehme ich mal als Zeichen, dass mein Programm bei diesen Menschen gut in Erinnerung geblieben ist und sie es wertvoll fanden. Und viele sind neugierig, was da wohl alles auf sie zukommt, und sie dürfen wirklich gespannt sein.

Heute um 10.28 Uhr war es dann so weit: Der 100. Teilnehmer hatte sich in die Kursliste eingetragen. Genauer gesagt war es eine Teilnehmerin. Und weil ich so überaus dankbar für den enormen Zuspruch bin, den ich auch in diesem Jahr wieder erfahre, habe ich ihr ein kleines Geschenk geschickt.

Es ist meine Abschrift des Buchs Der Weg ins Glück von Bernard Benson, das die Teilnehmer, die den Weg zu einem gesunden Selbstwertgefühl im letzten Jahr bereits gegangen sind, schon kennen. Es ist leider vergriffen, obwohl es in meinen Augen jederzeit eine Neuauflage verdient hätte. Ich hatte es vor vielen Jahren einmal in der Schweinfurter Bibliothek entdeckt und komplett abgetippt, weil die darin enthaltenen Geschichten so voller Weisheit, Humor, Poesie und Symbolik sind. Später kam es dann als Taschenbuch heraus, das ich immer wieder gerne verschenkt habe. Doch die letzte Ausgabe liegt nun auch schon wieder ein paar Jährchen zurück.

In dem zauberhaften Buch nehmen uns zwei kleine Kinder mit auf eine erlebnis- und erkenntnisreiche Wanderung. Auf ihrer langen Reise begegnen ihnen viele liebe und hilfsbereite Menschen, die ihnen sehr gerne ihre Weisheit vermitteln, bis die beiden jungen Ausflügler schließlich auffallend verändert wieder nach Hause zurückkehren. Auch mir selbst haben die beiden Kleinen und ihre Gesprächspartner und -partnerinnen die Augen geöffnet, und noch heute entdecke ich jedes Mal, wenn ich mir diesen Text nach einiger Zeit wieder einmal anschaue, etwas Neues in und zwischen den Zeilen. Es ist für mich nach wie vor eines der inspirierendsten und großartigsten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Darin gibt es auch ein kurzes Kapitel, das unser aktuelles Thema auf den Punkt bringt:

Das Hier und Heute

Bald nachdem sie wieder unterwegs waren, vernahmen sie in der Ferne das Rumpeln eines Karrens, und als der um die Kurve bog, sahen sie etwas sehr Merkwürdiges. Da kam ein Ochsenkarren daher mit drei Männern darauf. Einer stand vorn mit einem Fernrohr und schaute sehr sorgenvoll drein. Ein zweiter schaute zurück und schaute ebenso besorgt drein. Doch der dritte zwischen diesen beiden, ein kleiner Mann, wirkte sehr fröhlich.
Als der Wagen herankam, rief der fröhliche Kleine: “Hallo, ihr da, springt doch auf!”
Das taten sie dann auch. Die anderen beiden Männer, die mit den Fernrohren, hatten die Kinder nicht einmal bemerkt.
“Was in aller Welt tun die beiden?” fragte eines von ihnen.
“Oh, das da ist Herr Vorschau”, sagte der kleine Fröhliche und deutete auf den Mann, der vorn stand, “Er tut nichts anderes als vorausschauen und planen und sich sorgen!”
“Und der andere?”
“Das ist Herr Rückschau, alles was er je tut, ist zurückschauen. Für gewöhnlich bereut er etwas!”
“Und was tun Sie?” fragten sie den Mann in der Mitte.
“Ich? Ich lebe in der Gegenwart. Im Hier und Heute. Ich sehe die Blumen und die Vögel und die Bäume und alles um mich herum. Ich habe euch gesehen! Hin und wieder schaue ich sorgsam voraus, um zu sehen, wohin ich gehe, und zurück, um aus Erfahrungen zu lernen. Aber ich lebe im Jetzt, von Augenblick zu Augenblick!”
“Warum?” fragten die Kinder.
“Weil das Morgen noch nicht da und das Gestern schon vorbei ist. Daher ist das Heute alles, was wir haben, und wenn wir es nicht nutzen und genießen, werden wir unser Leben am Ende vertan haben! Dieser heutige Tag und dieses mein Ich sind ein einmaliges Ereignis im Universum. Ein Zusammentreffen, das es nie zuvor gegeben hat und nie wieder geben wird. Nirgendwo, niemals!”
“Und was geben Sie der Welt?” fragte eines der Kinder, ein wenig scheu.
“Alles, was ich an Gutem tun kann, als Dank für jeden Tag meines Lebens! Bedenket stets: die Gegenwart ist die Frucht der Vergangenheit und der Same der Zukunft. Vergesst das nie!”

 

Bildnachweis

12 Kommentare

    • Danke, liebe Beate!

      Ich habe gerade bei Andrea Dein wunderbares Gedicht gelesen und direkt Deinen Blog besucht. Schöne Raureifbilder sind Dir da gelungen.

      Sehr ähnliche Aufnahmen habe ich gestern auch gemacht. Da die Nächte allerdings sternenklar waren, hat sich bei uns erst am frühen Morgen eine ganz zarte Schicht gebildet, die trotz der Kälte auch sehr schnell von der strahlenden Wintersonne wieder aufgelöst wurde. Und ein so nettes Lächeln hat mir das Eis auch nicht geschenkt. :-) Ich werde sie am Mittwoch veröffentlichen.

      Alles Liebe,
      Jürgen

  1. Gratuliere lieber Jürgen zu Deinem großartigen Zuspruch für Dein Seminar! :)

    Und die Geschichte ist sehr toll! Sie zeigt sehr gut um was es geht. Aber verinnerlichen kann ich es noch nicht, ich werde darüber nachdenken…

    Aber eine Frage hätte ich noch an Dich Jürgen:
    Du leistest hier und auf Facebook und ich weiß nicht vielleicht sonst noch wo, soviel Arbeit, ohne dass Du eine Gegenleistung oder Bezahlung verlangst.
    Warum all dies umsonst? Wovon kannst Du leben? Bekommst dafür sonst irgendwelche andere Energie zurück?

    Alles Liebe und vielen Dank Dir für Deine großartige Hilfe!
    Moni :)

    • Liebe Monika,

      herzlichen Dank!

      Beim Verinnerlichen helfen Dir die ersten Wochen-Lektionen und die dazu angebotenen Hilfsmittel und Anregungen ganz bestimmt weiter. Es lohnt sich also, am Ball zu bleiben. :-) Wir werden uns noch eine ganze Weile mit dem Thema Achtsamkeit befassen, denn um ein Ziel festlegen zu können, muss man erst einmal wissen, wo man überhaupt steht. Deshalb habe ich die ersten Wochen absichtlich so gestaltet, dass Du bei Dir selbst und in Deinem Leben richtig ankommen kannst.

      Zu Deiner Frage: Dieser Kurs ist – hoffentlich – nicht umsonst. :-) Für Dich nicht und für mich auch nicht. Doch wie ich gerne sage: er ist unbezahlbar – und deshalb kostet er auch nichts, jedenfalls kein Geld. Wenn er allerdings Wirkung zeigen soll, braucht es dazu natürlich ein wenig Arbeit und Ausdauer.

      Energie bekomme ich jede Menge: Durch die Arbeit an dieser Seite selbst, weil sie mich dazu bringt, mich mit dem wirklich Wesentlichen zu beschäftigen und weil es mir einfach einen Riesenspaß macht, mich kreativ zu betätigen. Außerdem ist es ein außerordentlich gutes Gefühl, zu wissen, dass ich damit anderen Menschen helfen kann. Und die Rückmeldungen, die ich bekomme, bestätigen, dass das so ist.

      Es ist klar, dass auch ich nicht von Luft und Liebe allein leben kann. Deshalb bin ich sehr dankbar für die vielen Menschen, die im vergangenen Jahr einen freiwilligen “Energieausgleich” geleistet haben, weil sie sich durch den Kurs so bereichert fühlten und etwas zurückgeben wollten. Letztlich kann jeder nur für sich selbst entscheiden, welchen Wert das von mir zur Verfügung gestellte Material für ihn persönlich hat, denn das hängt maßgeblich davon ab, wie intensiv er sich damit befasst. Diese Möglichkeit habe ich dieses Jahr bewusst nicht angeboten, weil der Kurs von Anfang an als Geschenk gedacht war und es auch bleiben soll. Auch den kostenpflichtigen Klub, den es 2011 für Interessierte gab, die auch nach der letzten Kurs-Lektion noch weiter an sich arbeiten wollten, gibt es in dieser Form vorerst nicht mehr.

      Stattdessen biete ich zwischendurch immer mal wieder hilfreiche Programme und Werkzeuge meiner Freunde und Partner an und arbeite auch an eigenen Produkten, die ich im Laufe des Kurses noch vorstellen werde. Andere Einnahmen habe ich zurzeit nicht, doch darüber erzähle ich bei Gelegenheit noch mehr. Wir stehen ja erst ganz am Anfang.

      Ich hoffe, ich konnte Deine Frage damit einigermaßen klären.

      Alles Liebe,
      Jürgen

  2. Lieber Jürgen, die Geschichte vom HIER UND HEUTE finde ich ganz wunderbar.Ich bin auch soe etwas wie eine Frau Vorschau und Rückschau, aber damit will ich jetzt aufhören und das HIER UND HEUTE, nämlich JETZT geniessen. Danke für Deine Beiträge
    Liebe Grüße Ursula aus Wien

    • Liebe Ursula,

      wie aus der Geschichte sehr deutlich hervorgeht, ist es auch wichtig, hin und wieder sorgsam vorauszuschauen, um zu sehen, wohin man geht, und zurück, um aus Erfahrungen zu lernen. Doch leben können wir wirklich nur im Hier und Jetzt.

      Andrea Kording hat erst vor ein paar Tagen einen interessanten Artikel veröffentlicht, aus dem sehr deutlich hervorgeht, dass jedes Extrem auch seine Nachteile hat: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft.

      Alles Liebe,
      Jürgen

  3. Lieber Jürgen,
    heute komme ich von unserer 1.Präsentation in Berlin zurück (s.Website, mehr gerne über e-mail) und die war soo gut, dass ich total motiviert endlich mal ganz viele Deiner Texte und Bilder ange-sehen/-fühlt habe.
    Ein ganz lieber Freund von mir bringt im Sommer (s)ein 1. Kinderbuch heraus u. ich nutze dieses Forum,es Dir/Euch ans Herz zu legen. Eine Leseprobe von ‘Der Planet der Kinder’ findest Du auf seiner http://www.maxkuhlmann.de.to. Dann wirst Du vermutlich verstehen, wozu ich denke, dass er wunderbar zu Dir und uns hier paßt.
    Finde es auch völlig schön, wie Du uns an Deinem/Euren Alltag teilhaben laßt. DANKE
    Licht und Liebe für Dich u auch für ‘Deine’ Ulrike – Ihr Beiden ähnelt sehr dem Seelenpartner den mir das Universum wohl bald ‘liefert’. Ich will gut auf die Zeichen dafür achten. ;o)
    Jutta

    • Liebe Jutta,

      herzlichen Dank für den Buchtipp. Ja, wenn wir werden wie die Kinder, dann kommen wir ins Himmelreich und erkennen wieder, dass wir alle miteinander verbunden sind. :-)

      Alles Liebe,
      Jürgen

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