Bin ich glücklich?

… oder muss ich mir erst mal ein Stück meiner Lieblingstorte gönnen, um die kleinen Glücksarbeiter in meinem Körper etwas in Schwung zu bringen? ;-) Wie ist das mit Dir? Wünschst Du Dir ein wenig mehr Glück in Deinem Leben? Willst Du Dich öfter freuen und zufriedener sein? Ich selbst möchte das, und deshalb habe ich das Glück zu einem meiner persönlichen Ziele erklärt. Genaugenommen ist es sogar der Anfang und das Ende sämtlicher Ziele, die ich habe. Und gleichzeitig ist es auch der Weg, auf dem ich sie erreichen will.

Sachertorte - zum Vergrößern bitte anklickenAuf diesen Internetseiten werde ich Dir – und auch mir selbst – immer wieder zeigen, worin das Glück für mich besteht und wie ich es – Tag für Tag – erleben kann. Ich mache Dich hier mit den Einstellungen und Verhaltensweisen vertraut, durch die ich selbst zu einem glücklicheren und ausgeglicheneren Menschen geworden bin.

Und vor allem werde ich von den unvergesslichen Augenblicken wunschlosen Glücks sprechen, die zum Beispiel im harmonischen Zusammensein mit einem liebevollen Menschen entstehen, beim Hören eines wunderbaren Musikstücks, im Erleben des Zaubers einer grandiosen Landschaft oder eben auch beim Genuss einer leckeren Sachertorte. Hier und heute will ich Dir erst einmal kurz erklären, was es für mich selbst bedeutet, ein glücklicher Mensch zu sein.

Was ist Glück?

Glück hat viele Gesichter. Erleuchtend wie ein Geistesblitz kann es sein oder erfrischend wie eine kalte Dusche. Glück schmeckt manchmal paradiesisch nach Apfel, oder es hat die vollendete Form eines Bergkristalls. Es erinnert an Barfußlaufen und klingt wie ein Vogellied.

Es gibt auf diese Frage also sehr unterschiedliche Antworten. Und vielleicht ist Glück letztlich einfach das, was jeder Einzelne dafür hält. Ich glaube, jeder Mensch muss für sich herausfinden, was ihn glücklich macht und jeder kann die Frage nach dem eigenen Glück nur selbst beantworten. Mir gefällt sehr gut, was der Schauspieler und Wohltäter Karl-Heinz Böhm dazu sagte: »Glück ist ein Maßanzug. Unglücklich sind meistens die, die den Maßanzug eines anderen tragen möchten.« Deshalb möchte ich die Frage anders stellen:

Was macht mich glücklich?

Im Laufe der Zeit habe ich viele verschiedene Möglichkeiten entdeckt, glücklich zu sein. Das kann ein Gang durch den Park sein, wenn die Kastanien unter den Bäumen liegen; der Duft von frischen Brötchen; das ausgiebige Telefongespräch mit einer Freundin oder einem Freund; der nachmittägliche Cappuccino in einem Café; Sonnenlicht, das schräg über den Schreibtisch fällt; das Gefühl, gute Arbeit geleistet zu haben; das Nachhausekommen; die Stille im Haus um Mitternacht; im Sommer auf dem Balkon eine eisgekühlte Melone genießen; im Bett liegen und zuhören, wie es regnet, und, und, und.

All diese Glücksmomente habe ich in meiner Liste kleiner und großer Freuden gesammelt. Anhand dieser Liste mache ich mir selbst sehr oft deutlich, dass ich das Glück immer und überall finden kann. Es liegt jederzeit zum Greifen nah. Ich muss nur die Augen offen halten. Auch heute gibt es wieder gute Gründe, glücklich zu sein. Und wenn ich jeden Tag glücklich bin, werde ich am Ende ein glückliches Leben geführt haben.

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10 Kommentare zu „Bin ich glücklich?“

  • Elisabeth sagt:

    Liebster Jürgen,
    ja, genau, all das ist Glück, das Glück in allem mit allen Sinen wahrnehmen, sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen… Das Glück ist überall, vor allem in MIR selbst drin – und es ist auch ein Glück, das zu entdecken… Manchmal bedeutet Glück auch ein Stück Torte genießen, manchmal ein Blumenduft, mal ist es ein schönes Gespräch oder die Form der Wolken oder die Farben des Abendhimmels oder die Sterne am Himmel oder das Lächeln eines (geliebten) Menschen, mal ist es auf einer Schaukel gen Himmel zu schweben oder Kinderlachen oder… all das und noch viel mehr… Ich höre grad Beethoven re:loaded von Stefan Obermaier, genieße die milde Nachmittagssonne, das Ziehen der Wolken, meine Katze auf dem Schoss, ich schließe meine Augen und genieße, alles ist da, für mich, für jeden von uns – wir brauchen nur genau hinzuschauen und zu spüren, dass genug für alle da ist und dass jeder von uns das Glück verdient hat, dass es schon längst da ist, in uns…
    Danke dir für deine wundervollen Gedanken dazu! Ich wünsche dir einen glücklichen Samstagnachmittag und noch viele, viele Momente voller Glück und Freude! Was für ein reiches Leben…
    Herz-lichst Elisabeth

  • Babsi sagt:

    LIeber Jürgen :-) ))

    herzlichen Dank für die Einladung *lächel* bin schon fleißig am Glück ääähm der Torte naschen.
    Über Glück gibt es soo viele Zitate, Gedichte und Meinungen. Glück ist für mich etwas individuelles. Man kann es nicht definieren WAS nun Glück ist, sondern eher, wie es sich anfühlt.
    Du hast schon wunderbare Beispiele angeführt wie zb das Gespräch mit einem liebevollen Menschen mit den gleichen Schwingungen..
    All das, was unser Herz berührt und uns LEBEN läßt- und es gibt soviel davon.

    Liebe naschende grüße von Babsi

  • Jürgen sagt:

    Ja, liebe Elisabeth, ja, ja und nochmal ja! Jeder Deiner Sätze spricht mir ja sowas von aus der Seele! – Ein ganz großes DANKESCHÖN für diesen wunderschönen Kommentar.

  • Jürgen sagt:

    Guten Appetit, liebste Babsi!

    Wenn Du Dich für ein paar Zitate und Gedanken zum Thema Glück interessierst, schau doch mal bei meinen Linkempfehlungen nach.

    Schönen Nachmittag noch,
    Jürgen

  • Babsi sagt:

    boaaa lieber Jürgen das ist ja eine riesige Fundgrube :) ))) dafür reicht EIn Tag sicher nicht :)
    schön ist das :) ))

    glg Babsi

  • Jürgen sagt:

    Dein Glück soll ja auch ein Leben lang anhalten, liebe Babsi!

  • Eva sagt:

    Glück ist für mich, wenn ich Verbundenheit zu anderen Menschen, Tieren oder der Natur spüren kann …. hatte aber in letzter Zeit wenig zum Glücklichsein, weil viele Menschen in meiner Umgebung Schicksalsschläge hatten.
    Das zieht mich dann auch runter …. danke für die Gedankenanstösse sagt Eva :)

  • Jürgen sagt:

    Liebe Eva,

    das tut mir leid. Doch wie hilfst Du diesen Menschen besser: Wenn Du Dich »runterziehen« lässt, wie Du schreibst, oder wenn Du selbst dafür sorgst, glücklich zu sein und dadurch genügend Kraft bekommst, auch ihnen eine Stütze zu sein? Gerade bei Schicksalsschlägen – in welcher Form auch immer – brauchen wir jemanden, der uns aufbaut und ermutigt – und der uns durch seine Art, die Dinge von einer positiveren Seite zu sehen, die Augen öffnen und ein Vorbild sein kann.

    Mir ist aber schon klar, dass das leichter gesagt als getan ist. Ich bin auch nicht immer »gut drauf«. Ganz im Gegenteil. Ich bin derjenige, der die Anregungen hier auf dieser Seite oft am nötigsten hat (deshalb schreibe ich sie). Doch ich arbeite daran.

    Ich wünsche Dir, dass Du bald wieder all das sehen kannst, was Dich glücklich macht. Mit Deiner Kamera hältst Du so schöne Motive fest. Die allein könnten doch schon ein Grund sein, wieder ein wenig öfter zu lächeln. Was meinst Du?

    Alles Gute,
    Jürgen

  • Astraryllis sagt:

    Lieber Jürgen,
     
    vielen Dank für diesen schönen, anregenden Beitrag.
    Ich selbst habe auch einiges zum Thema “Glück” bzw. “was glücklich macht”  gesammelt. Du findest es bei mir im Blog im Label “Kleine Alltagsfreuden”.
     
    Astraryllis: Archiv zum Thema “Kleine Alltagsfreuden” 

    Glück bedeutet für mich aktive Arbeit. Ich muss innerlich bereit sein, glücklich zu sein. Es hängt weniger an den äußeren Umständen, mehr an meiner inneren Bereitschaft.
     
    Beispiel:
    Heute wollten wir zum Wandern in die Pfalz fahren. Die Wolken hingen tief und es sah, als wir hier losfuhren, nach Regen aus. Wir hofften, dass wir in der Pfalz besseres Wetter vorfinden würden. Doch je näher wir unserem Ziel kamen, um so mehr sah es nach Regen aus. Es setzte sogar ein leichter Sprühregen ein und unsere Stimmung sank auf den Nullpunkt.
    In dieser Stimmung fuhr ich also dahin und merkte immer wieder, dass ich nicht genug Abstand zu meinem Vordermann einhielt, zu dicht an Radfahrern vorbei fuhr und immer öfter bei Gelb über die Ampeln fuhr.
    Dann kamen wir am Ziel an und er regnete leicht. Wir beschlossen, die Wanderung ausfallen zu lassen. Unsere Stimmung war am Boden. Wir überlegten einfach wieder heimzufahren.  Da kam mir die Idee die Navy auf Nebenstrecken einzustellen und über die kleinen Dörfer und Landstraßen heimzufahren, die wir sonst nie sehen.
    War das ein tolles Erlebnis! Wir sahen ganz viele wunderschöne neue Gegenden in der Pfalz, wo wir einmal wandern gehen möchten. Die Pfalz zeigte uns all ihre Facetten von verwinkelten Weindörfern bis zu einer grandiosen Wildnis mit riesigen Felsen und wilden Bächen.
    Und mein Fahrstil war plötzlich viel besser, entspannter und gelassener. In einem Café stärkten wir uns mit Latté Machiato.
     
    Unsere Heimfahrt war wunderschön und das nur, weil wir “umgeschaltet” hatten, nicht nur die Navy sondern auch unsere Bereitschaft glücklich zu sein.
    Wir hatten noch einen sehr schönen Abend und ich habe ganz erfüllt von dem heute Erlebten gefüllte Pfannkuchen zum Abendessen gemacht.
     
     
    Liebe Grüße,
    Astraryllis.

  • Jürgen sagt:

    Liebe Astraryllis,

    Glück ist wie die meisten Dinge im Leben etwas, das wir beeinflussen und auch selbst herbeiführen können. Dein Beispiel zeigt das ganz deutlich. Und es wird klar, dass da mindestens drei Schritte immer eine Rolle spielen:

    • Die Entscheidung für das, was wir in unser Leben rufen wollen: Liebe, Harmonie, Freiheit, Glück, Wohlstand, Naturverbundenheit, Zufriedenheit …
    • Eine Handlung, die in die beschlossene Richtung führt: liebevoll mit dem anderen umgehen, Verantwortung für mich selbst übernehmen, auf die kleinen Freuden am Wegesrand achten, Teilen und Empfangen üben, einen Spaziergang unternehmen; auf das schauen, was ich alles habe, tue und bin …
    • Und der wichtigste Schritt: Loslassen! Den anderen so nehmen, wie er ist; meine Stärken und Grenzen akzeptieren; dem Glück und der Fülle die Möglichkeit geben, in der Form in mein Leben zu treten, wie es jetzt im Augenblick richtig ist; das Wetter als gut empfinden, egal, wie es sich gerade präsentiert; zulassen und geschehen lassen, was sich gerade entwickeln möchte …

    Ihr habt Euch für einen neuen Weg entschieden, habt das Navigationsgerät neu eingestellt und habt es dann der Technik überlassen, Euch zu führen. Das Ergebnis war ein gelungener Nachmittag und Abend. Was wollt Ihr mehr?

    Zum Thema Wetter findet sich in meinem umfangreichen Archiv eine wunderschöne kleine Geschichte von Anthony de Mello. Vielleicht kennst Du sie ja schon:

    Ein Wanderer: »Wie wird das Wetter heute?«
    Der Schäfer: »So, wie ich es gerne habe.«
    »Woher wisst Ihr, dass das Wetter so sein wird, wie Ihr es liebt?«
    »Ich habe die Erfahrung gemacht, mein Freund, dass ich nicht immer das bekommen kann, was ich gerne möchte. Also habe ich gelernt, immer das zu mögen, was ich bekomme. Deshalb bin ich ganz sicher: das Wetter wird heute so sein, wie ich es mag.«

    Aus dem Buch Warum der Schäfer jedes Wetter liebt

    Ich wünsche Dir eine geruhsame Nacht und gute Träume,
    Jürgen

    PS: Die Pfalz kenne ich übrigens sehr gut. Ich habe sie ausgiebig erkundet, als ich in Bad Bergzabern meine Grundausbildung bei der Bundeswehr gemacht habe. Ist allerdings schon eine Weile her. Das war 1983/84.

    PPS: Danke für den Link. Sehr empfehlenswert, ab und zu mal ins Archiv zu schauen. Ich kenne Dein Blog zwar schon eine ganze Weile, aber manche Einträge waren mir neu. Außerdem kann man manche Texte immer und immer wieder lesen.

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