Was motiviert mich?
Hast Du Dir viel vorgenommen? Willst Du es auch wirklich tun? Und warum? Weil es Dich erfüllt? Weil Du es gern tust? Motivation setzt sich aus vielen Faktoren zusammen. Am wichtigsten sind die guten Gründe für das, was Du umsetzen willst. Und zwar DEINE EIGENEN Gründe!
Denn nur, wenn Du tief in Deinem Innersten davon überzeugt bist, dass Deine Vorhaben oder die beruflichen Aufgaben dieser Woche – was auch immer es ist – Dich persönlich stärken, Dich weiterbringen oder einen für Dich wesentlichen Nutzen haben, wirst Du genug Motivation entwickeln, Deine Ziele auch zu erreichen.
Setze Dich doch einmal in Ruhe hin und überlege Dir, welche Tätigkeiten Du immer wieder leidenschaftlich gerne ausübst. Erzähle Deinem Partner oder einem Freund drei bis fünf Geschichten über Dinge, die Du mit großer Begeisterung gemacht hast. Und frage Dich bei den Angelegenheiten, die diese Woche anstehen oder die Du tust:
- Warum mache ich das?
- Welche Vorteile habe ich selbst oder haben andere davon?
- Was ist der Preis dafür, wenn ich es tue?
- Fühle ich mich wirklich gut dabei?
Konntest Du Deine wahren Beweggründe erkennen? Natürlich brauchst auch Du ein gewisses Maß an Anerkennung und Wertschätzung. Auch Deine wichtigsten Bedürfnisse und der Lebensunterhalt sollten gesichert sein. Und wenn die Sache dann auch noch Spaß macht, eine Erfolg versprechende Herausforderung darstellt und ein wenig Abwechslung in Dein Leben bringt, umso besser. Weitaus wichtiger ist, dass Du es mit Liebe und Hingabe tun kannst und einen Sinn in dem siehst, was Du erreichen willst. Und vor allem: Tue es aus Liebe zu Dir selbst.
Daneben ist es entscheidend, dass Du in einer guten seelischen, geistigen und körperlichen Verfassung bist, bevor Du etwas anfängst. Hast Du das vergangene Wochenende dazu genutzt, genügend Kraftreserven aufzubauen? Dann ist die erste Hürde schon genommen.
Und noch etwas: Was auch immer Du Dir für diese Woche vorgenommen hast und so sehr Du vielleicht auch Feuer und Flamme dafür bist, lass Dir darüber hinaus auch noch genügend Raum und Zeit für all die anderen wichtigen Bereiche Deines Lebens, für die lieben Menschen, die Deinen Weg begleiten und – ganz wichtig – tu Dir selbst auch immer wieder etwas Gutes und gönne Dir zwischendurch genügend Pausen.
Wenn es Dir wie mir geht und Du vor allem montags etwas Hilfe brauchst, um in Schwung zu kommen, dann habe ich hier einen kleinen Tipp für Dich. André Loibl begleitet mich jetzt schon eine ganze Weile mit seiner wöchentlich erscheinenden Montags Motivation. Was ich daran besonders mag ist seine lockere und vor Lebenslust sprühende Art, in der er seine Gedanken vermittelt. Schau einfach mal bei ihm rein. Es lohnt sich! In der Seitenspalte seines Blogs findest Du ein kleines Formular für die Eingabe Deiner E-Mail-Adresse und Deines Namens. Da kannst Du die Gratis-MoMo abonnieren.
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Also, ich bin zwar erst 14 aber da ist so ein Junge und sein Name ist Filip. Er ist der...
Lieber Jürgen,
ich bin eine “Nur”-Hausfrau und manche Hausarbeiten mache ich gar nicht gerne. Aber der Abwasch ist immer wieder eine sehr positive Erfahrung. Wenn ich das nur von der gesamten Hausarbeit sagen könnte.
Warum mache ich das?
Weil ich mich gerne in einer staubfreien, ordentlichen Atmosphäre aufhalte.
Welche Vorteile habe ich selbst oder haben andere davon?
Ich/Wir fühle/n mich/uns wohl.
Was ist der Preis dafür, wenn ich es tue?
Rückenschmerzen und Frust, wenn ich es mi der falschen Einstellung angehe.
Fühle ich mich wirklich gut dabei?
Nein. Selten.
Weißt Du ein paar Tricks, was ich da machen könnte?
So weit zum Thema “Hausarbeit”.
Um zu beweisen, dass ich manche Dinge aber doch gerne mache, empfehle ich meinen heutigen Post im Blog zum Thema “Abwasch”:
http://astraryllis.blogspot.com/2009/07/abwasch-mit-gregorianischen-gesangen.html
Liebe Grüße,
Astraryllis.
Hallo Astraryllis,
Geschirrspülen ist auch für mich die reinste Meditation. Ich habe ja schon von meinen Inseln der Achtsamkeit gesprochen, und diese Tätigkeit zählt auch dazu. Ein Freund sagte einmal, dass man seinem Leben mit jedem Mal Geschirrspülen (von Hand versteht sich) einen Tag hinzufügt.
Was Deine Frage nach ein paar Tricks angeht, gebe ich mal kurz rüber an Ulrike, sie ist gelernte Hauswirtschafterin und bei uns in erster Linie für diese Dinge zuständig, auch wenn ich als moderner Mann selbstverständlich viel helfe und auch schon viele Jahre meinen eigenen Haushalt ganz gut in Schuss gehalten habe. Doch jetzt lassen wir mal die Fachfrau ran.
Ich wünsche Dir schon mal eine gute Nacht.
—
Hallo Astraryllis, ich bin’s, Ulrike.
Ich bin auch eine Hausfrau, aber das »nur« möchte ich nun wirklich nicht hören. Soll uns doch mal einer nachmachen, was wir den ganzen Tag schaffen, denn Du hast schon ganz recht: Frau ist nie fertig mit der Hausarbeit. Wäsche fertig, Wohnung geputzt, abgespült, aufgeräumt? Gut, aber am nächsten Tag fängt es ja wieder an. Das ist eine Erfahrung, die ich auch immer wieder mache. Und Jürgens Hilfe, na ja, decken wir da mal den Mantel des Schweigens drüber
Da ist es schon eine Kunst, immer motiviert zu bleiben.
Also was mache ich?
Ich stelle mir zunächst einmal die Alternative vor: Ich kann resignieren, meinen Haushalt dem Chaos überlassen und nur das tun, was unbedingt notwendig ist. Problem: Ich sitze im Schmutz, traue mich nicht mehr, Freunde und Familie ins Haus zu lassen, verschwende Geld für Dinge, die kaputt gehen oder nicht mehr wiederzufinden sind. Täglich ein schlechtes Gewissen, ab und zu eine Aufräumaktion, die mich erschöpft und frustriert zurücklässt, da es so anstrengend ist und ich trotzdem nicht fertig werde. Irgendwann darf mein Schatz dann einen Container bestellen
Will ich das? Und will er das? Nein!
Also habe ich an meiner inneren Einstellung zum Thema Haushalt gearbeitet und sehe seither die Hausarbeit in einem anderen Licht. Denn: Es geht um die Umgebung, in der ich mich täglich aufhalte. Hier ist eine der Bühnen, auf denen sich mein Leben abspielt. Ich möchte mich freuen, wenn ich nach Hause komme, möchte mich wohlfühlen in meinen eigenen vier Wänden. Das hast Du ja mithilfe der Motivationsfragen für Dich auch schon so ähnlich beantwortet, liebe Astraryllis.
Wichtig finde ich auch, dass wir selbst entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt für welche Hausarbeit ist. Wenn wir schon NIE fertig werden, dann haben manche Dinge vielleicht auch noch einen Tag länger Zeit. Vorausgesetzt, wir tun es noch rechtzeitig, bevor oben gemaltes Bild eines chaotischen Haushalts zur Realität wird. Ich gehe da immer nach meinem Gefühl und teile mir alles so ein, dass ich es in Ruhe angehen kann. Zum Glück sieht Jürgen das auch recht locker und lässt mich einfach machen.
Oft hilft es mir, Dinge erst einmal teilweise zu erledigen, also Schritt für Schritt. Wenn mich zum Beispiel etwas in einer Küchen- oder Schreibtisch-Schublade stört, nehme ich mir diese eine Schublade vor. Besser eine Schublade mit der ich zufrieden bin als fünf, die mich frustrieren. Meistens ist es dann so, dass ich so zufrieden damit bin, dass ich mich kurze Zeit später auch noch an die eine oder andere weitere Schublade mache. Teilweise erledigte Hausarbeit, die einen freut, ist besser als unerledigte Arbeit, an die frau immer mit einem schlechten Gewissen denkt.
Natürlich gibt es bei mir auch Tage, an denen ich viele Stunden mit der Hausarbeit verbringe, anders geht es nicht. Aber es sind die vielen kleinen Dinge, die ich zwischendurch erledigte, die meinen Haushalt nun auf Dauer und relativ frustrationsfrei in Ordnung halten.
Ich hoffe, das hilft Dir weiter. Ansonsten spann’ auch Deinen Mann mal ein bisschen ein. Ich werde das ab morgen wieder öfter tun, nachdem Jürgen hier ja so angibt
Aber eins muss ich ihm lassen: Kochen kann er, auch wenn er hinterher nicht ganz so oft »meditiert«, wie ich das gerne hätte.
Gute Nacht und viel Spaß bei der »neu gedeuteten« Hausarbeit,
Ulrike
Hallo Jürgen,
danke für den Tipp “Montags Motivation”.
Schönen Tag noch
Artur
Gern geschehen, lieber Artur!
Es gibt ja auch eine kostenpflichtige Version. Und wenn ich die beworben hätte, wäre auch eine Provision drin gewesen. Aber ich dachte, ich stelle meinen Leserinnen und Lesern erst einmal die Gratis-Montags-Motivation vor, dann können sie immer noch selbst entscheiden, ob sie dafür Geld ausgeben wollen.
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Schönen Tag noch,
Jürgen
Lieber Jürgen, liebe Ulrike,
vielen Dank für diese Tipps. Heute ist es unangenehm schwül und heiß bei uns, aber ich versuche, was ich hier gelesen habe, gleich mal in die Tat umzusetzen.
Ich wünsche Euch noch einen schönen, geglückten Tag,
Astraryllis.
Lass Dir Zeit, liebe Astraryllis – vor allem bei diesem Wetter! Aber auch sonst!
Nur wenn es Dir gut geht, kannst Du auch gute Arbeit leisten.
Jürgen